Autor: Julia

Von Augenblick zu Augenblick…

… können wir uns Achtsamkeit zuwenden und unseren Erfahrungen hier und jetzt mit freundlichem Interesse begegnen. Wir richten uns innerlich neu aus und schauen aus einer anderen Perspektive auf Gedanken, Gefühle, Empfindungen, Situationen. Das präsente, offene Dasein für uns und andere schenkt uns Freiheit und mehr innere Klarheit. Wir bemerken, was zu tun ist, was wir anders oder einfach nicht mehr zu tun wollen – und können dem Rest mit Akzeptanz, Gelassenheit und vielleicht sogar Humor begegnen. Wir bemerken Abwege früher und erkennen neue Wege. Wir müssen nicht so viel machen, einfach nur da sein. Es geht um diesen Moment, diesen Atemzug, diesen Schritt, diesen Gedanken, dieses Wort. Alles entsteht in diesem einzigen, kostbaren Augenblick… Foto: Pixabay/pezibear

Jenseits von Stress und Schwierigkeiten…

…  gibt es einen Ort, an dem wir uns jederzeit niederlassen können. An diesem Ort verbinden wir uns immer wieder neu mit Stille, Präsenz, Offenheit, Friedfertigkeit, Achtsamkeit und Mitgefühl. Wir kommen in Kontakt mit Qualitäten, die uns helfen und leiten können. Achtsamkeit öffnet den Weg zu diesem Ort – Medititation heißt, sich um diesen Weg zu kümmern, ihn frei zu räumen und ihn offen zu halten. Von dort aus sind wir verbunden, sicher und einverstanden – und können zugleich gut für uns sorgen und bewusster entscheiden, wie wir mit uns als Teil des Ganzen umgehen und was wir in die Welt bringen wollen – in der Begegnung mit uns selbst, mit Erwachsenen und Kindern, Tieren, Pflanzen und allem, was ist. Foto: Pixabay/Antranias

Mary Oliver: Familie aller Dinge

Du brauchst nicht gut zu sein. Du brauchst nicht Hunderte von Meilen Reuevoll auf Knien durch die Wüste zu rutschen. Du brauchst bloß das kleine weiche Tier deines Körpers Lieben zu lassen, was es liebt…. Erzähl mir von Verzweiflung, deiner, und ich erzähle dir von meiner. Derweil nimmt die Welt ihren Lauf. Derweil bewegen sich die Sonne und die klaren Kiesel des Regens Durch die Landschaften, über Prärien, die tiefen Bäume, die Berge und Flüsse. Derweil ziehen die wilden Gänse hoch in der klaren, blauen Luft Wieder heimwärts. Wer immer du bist, gleich, wie verlassen, die Welt bietet sich deiner Phantasie dar, ruft dich wie die wilden Gänse, mit rauer, aufregender Stimme – immer wieder, und verkündet dir deinen Platz in der Familie aller Dinge. You do not have to be good. You do not have to walk on your knees For a hundred miles through the desert, repenting. You only have to let the soft animal of your body love what it loves. Tell me about your despair, yours, and I will tell you …

Atmen

Unser Atem begleitet uns vom ersten bis zum letzten Moment unseres Lebens. Er verbindet Innen und Außen, Oben und Unten, er stömt durch uns hindurch und versorgt jede Zelle unseres Körpers mit Lebensenergie. Wenn wir damit beginnen, unsere Wahrnehmung auf den Atem zu lenken bemerken wir meist schnell, dass es nicht einfach ist, den Atem einfach nur zu beobachten ohne ihn zu lenken oder zu verändern. Wir müssen aber nichts tun, nur mit freundlicher und liebevoller Aufmerksamkeit erforschen, wie er ist, wie er kommt, wie er geht. Je feiner wir in unserer Wahrnehmung werden, desto mehr bemerken wir auch, dass jeder Atemzug anders, jeder Atemzug neu und einzigartig ist. Dies zu erfahren verändert vieles. Unser Atem hilft uns dabei, im gegenwärtigen Augenblick anzukommen. Ob wir an der Supermarktkasse stehen, unserem Kind die Schnürsenkel zubinden oder längere Zeit auf einem Kissen oder einem Stuhl sitzen wollen – unser Atem ist da. Nach und nach bringt er uns zur Stille, nach und nach führt er uns zu einer inneren Aufrichtung die uns hilft, stabiler und zugleich entspannter …

Einführungskurs: Stressbewältigung durch Achtsamkeit

„Wir können die Wellen nicht aufhalten, aber wir können lernen, auf ihnen zu surfen!“ (Jack Kornfield) In einen Zeitraum von sechs Wochen lernen die Teilnehmer*innen grundlegende Achtsamkeitsübungen und Meditationen wie Achtsamkeit im Liegen (Body-Scan), Sitzen und Gehen, achtsames Atmen, Hören und Wahrnehmen. Ich unterstütze euch dabei, im Alltag eine eigene Meditationspraxis aufzubauen und herauszufinden, welche Übungen euch gut tun. Von Anfang an geht es darum, Meditation als eine Zeit zu verstehen, in der wir freundlich und unterstützend für uns selbst da sind. Achtsamkeit entsteht wenn wir uns daran erinnern, im gegenwärtigen Augenblick anzukommen und „einfach da zu sein“, ohne Urteile zu fällen. Wir erlernen eine bestimmte Art, mit Gedanken, Stimmungen und Körperempfindungen zu sein und diese zu bemerken, ohne uns in Sorgen, Pläne, Grübeleien oder Vermutungen zu verstricken. Achtsamkeitsübungen führen uns immer wieder zurück zum Fluss unseres Atems. Wir müssen nicht so viel tun, auch nicht entspannen. Entspannung und Entlastung kommen eher „durch die Hinterüre“ wenn wir lernen, auf den gegenwärtigen Augenblick zu achten, ohne ihn verändern zu wollen. Durch präsente Wahrnehmung kommen wir in …

Wellen

„Schmerzliche Situationen, Stress und Krankheit sind einfach Teil des Lebens!“ – wie leicht sagt sich das dahin, wenn der Himmel weit und blau ist, wenn wir keine Schmerzen haben, uns nicht bedroht fühlen und auch sonst alles ganz gut im Gleichgewicht ist. Wenn wir aber erschöpft sind, Schmerzen haben oder unser Leben gerade aus anderen Gründe aus den Fugen gerät, kann es schwer sein, diesen Satz zu lesen oder ihn von einem anderen Menschen zu hören. Schnell schwingt da etwas mit von „mach kein Theater, reiß dich halt mal zusammen, so schlimm ist es doch nicht“. Zugleich aber liegt in diesem Satz so viel Entlastung und Erleichterung in einer Zeit und einer Kultur in der viele glauben, wir müssten doch nur noch perfekter sein, noch mehr arbeiten, noch bessere Eltern sein und vor allem noch mehr, und noch mehr, und noch mehr machen, um gut genug zu sein. Achtsamkeit geht einen anderen Weg. Sie erzählt uns von Wellen, denen wir im Leben unterbrochen ausgesetzt sind – und von einem Übungsweg auf dem wir lernen können, …

Elternkompass – Selbstunterstützung durch Achtsamkeit

Eltern zu sein und mit Kindern zu wachsen bereichert unser Leben um viele glückliche Erfahrungen. In unserer heutigen Zeit kann es aber schnell passieren, dass Stress, Belastungen und mangelnde Unterstützung unser Zusammensein mit ihnen überlagern. Wir sind dann nicht mehr in der Lage, so Eltern zu sein, wie wir uns das eigentlich gewünscht haben: entspannt, innerlich klar, liebevoll und gelassen. In diesem Kurs treffen wir uns über sechs Wochen und lernen, den Wellen des Alltags bewusster zu begegnen, anders mit Stress umzugehen und immer öfter gelassen zu bleiben –  auch wenn die Dinge einmal wieder anders laufen als gedacht und geplant. Ihr lernt Achtsamkeitsübungen und Meditationen kennen, die euch im Alltag mit Kindern und vor allem in jenen Situationen unterstützen, in denen Stress aufkommt und Freude, Gelassenheit und innere Klarheit verloren gehen. Diese Übungen führen nicht dazu, dass es keine Schwierigkeiten mehr gibt. Sie helfen uns aber, anders mit unseren Reaktionen  umzugehen. Nach und nach wirkt sich unser veränderter Umgang mit Stress auch auf die Beziehung zu unserem Kind und die ganze Atmosphäre in der …

Achtsame Mittagspause im Darmstädter Westwald

„Die Zeit, die wir unter Bäumen verbringen, geht nicht verloren.“ Wir treffen uns für eine Stunde und gehen langsam und zum Teil in Stille eine kleine Runde im Damstädter Westwald. Achtsamkeitsübungen und ausgewählte Texte unterstützen euch dabei, bewusst anzukommen, aufzutanken, Stress loszulassen und einfach da zu sein. Mehr und mehr wächst das Wissen darüber, wie sehr es uns Menschen unterstützt, im Grünen zu sein. Oft aber bewegen wir uns dort mit einem Ziel vor Augen oder ganz unbewusst und gefangen von unseren Gedanken. Wir sind zwar draußen – in Gedanken aber ärgern wir uns  über den Chef, grübeln über vergangene Erlebnisse oder planen schon wieder den nächsten Tag. Wir sind in der Natur – und sind doch nicht wirklich da. Achtsamkeit in der Natur unterstützt uns darin, wieder präsent zu werden für den Augenblick, für unseren Atem, unsere Gedanken, unsere Sinne. Wir gehen mit interessierter Offenheit durch den Wald, achten auf Geräusche und Gerüche und nehmen wahr, was uns begegnet. Auf diese Weise kommen wir auch in Kontakt mit Freude, Gelassenheit, Verbundenheit und Entspannung. Wir …