Kinder, Kinder....
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Der Erschöpfung begegnen

Wenn Achtsamkeit in unserem Leben Raum einnimmt, tritt sie mehr und mehr an die Stelle von Anspannung und dem ständigen getrieben sein, das so typisch ist für unsere Lebensweise in der heutigen Zeit. So oder so gibt es immer Dinge zu tun, die Frage ist nur, für welche Energie wir uns öffnen. Ist es die Energie von Stress und Hetze, die sich einstellt, wenn wir ständig darüber nachdenken, was wir demnächst machen sollten, ist es die Energie von Erschöpfung, die sich einstellt, wenn wir zu viel darüber nachdenken, was in der Vergangenheit besser oder anders hätte laufen können –  oder ist es die Energie der Achtsamkeit, die sich einstellt, wenn wir mit unserer Wahrnehmung in den gegenwärtigen Augenblick kommen.

Wenn Achtsamkeit da ist stellt sich auch eine grundlegende Präsenz gegenüber den Dingen und unseren Aufgaben ein. Wir sehen dann, was zu sehen ist, wir tun, was getan werden kann, wir sagen, was gesagt werden soll – ohne ein Drama oder eine große Geschichte daraus zu machen. Konzepte, Interpretationen und Verurteilungen weichen zugunsten einer klareren, freundlichen Sicht auf die Dinge, so wie  sie in diesem Augenblick eben sind.

Indem wir ihnen die Erlaubnis geben, so zu sein, wie sie eben jetzt sind (wäre ein Wäschekorb ein Wäschekorb, wenn er nicht voll wäre?), entsteht ein Raum für Veränderung. Wir müssen nicht dauernd so viel planen und machen, vielmehr können wir uns von Augenblick zu Augenblick leiten lassen und das tun, was zu tun ansteht. Es entsteht dann auch eine andere Qualität in unserem Leben, die sehr viel mit „einfach da sein“, grundlegender Freundlichkeit und innerer Klarheit zu tun hat.

Es ist eine gute Übung, immer mal wieder einen Tag einzurichten, an dem wir weniger planen und machen, als uns von Augenblick zu Augenblick von dem leiten zu lassen, was uns begegnet. Vielleicht entsteht daraus ein Spiel, vielleicht entsteht etwas, das mit Harmonie, Schönheit und Freude zu tun hat. Vielleicht wird uns am Ende eines solchen Tages bewusst, dass wir von unserem Tun nicht erschöpft sind, sondern erfüllt. Vielleicht haben wir auch etwas Neues erschaffen, woran wir uns freuen können und das uns nährt.

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