Achtsamkeit im Alltag, Natur und Garten
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Erblühen

Endlich kommen die ersten Blüten hervor. Wilde Primelchen, Osterglocken und die ersten Traubenhyazinthen wachsen im Garten, an den Sträuchern bilden sich winzige grüne Triebe und hier an der Odenwälder Bergstraße blühen die ersten Bäume. In wenigen Tagen verwandeln sich die Hänge dort in ein rosaweißes Blumenmeer – und die Wege werden voller Menschen sein, die aus allen Himmelsrichtungen zusammenströmen, um diesen Anblick zu genießen.

Mir scheint, ich habe nie länger auf die ersten Frühlingsboten gewartet, habe mich nie mehr nach dem ersten Grün gesehnt, als in diesem Jahr. Aber vielleicht denke ich das auch jedes Jahr und vergesse es im Lauf des Sommers wieder, das kann schon sein…

Nun aber kommt der Frühling doch.

Diesen Übergang von Winter zum Frühling bewusst erleben zu können ist ein Glück. Achtsamkeit entsteht bei diesem Schauen, Schnuppern und Lauschen in den Frühling hinein ganz natürlich. Die kühle feuchte Luft am Morgen, die Stimmen der Vögel, das Wachsen und Blühen – alles lädt uns ein, wahrzunehmen, da zu sein, Freude, Leichtigkeit und Verbundenheit mit der Natur entstehen zu lassen – auch und obwohl es Sorgen und Schwierigkeiten gibt und unser Leben meistens nicht perfekt ist.

Jeder Augenblick, in dem wir uns dem Frühling bewusst zuwenden, füllt unsere inneren Speicher mit Farben und Klängen, mit der Sanftheit winziger Blättchen, mit wärmenden Sonnenstrahlen und mit dem Vertrauen, dass auf jeden Winter ein neuer Frühling folgt. Jede Blüte kann uns an die Kraft erinnern die dafür sorgt, dass sich alles wandelt und dass auch wir neu erblühen werden.

Du bist eingeladen, mit kleinen Forscherfrage in den Wald oder in die Natur zu gehen, ein kleines Stück Gras reicht aber auch schon.

Forscherfragen können sein:
Wenn du die Augen schließt – woran bemerkst du, dass der Frühling kommt?
Wenn du ein frisches Blatt berührst – was spürst du? Wie wirkt sich das auf deinen Körper aus?
Wenn du „erblühen“ in den Mittelpunkt stellst, welche Gedanken und Empfindungen entstehen? Wenn du magst kannst du „erblühen“ auch malen oder einen Text schreiben.

Folge aber auch deinen eigenen Impulsen und Ideen…

Foto: Unsplash/Caleb Wright

 

 

 

1 Kommentare

  1. wortsonate sagt

    Ja, das Erblühen ist wunderschön im Moment, und die wenige Zeit die vorhanden ist genieße ich es.

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