Glück

Glück im Augenblick

Es spricht sich nun also herum, dass „mein Haus, mein Auto, mein Pferd, mein Pferdepfleger“ auf Dauer nicht so glücklich machen, wie uns das erzählt wurde – und wie wir das geglaubt haben. Es zeigt sich nun also, dass all dieses „haben wollen und haben können“ immer zwei Seiten hat, dass unser Konsum uns abhängig und unglücklich machen kann, dass wir kaum nehmen können, ohne auch etwas wegzunehmen und dass Menschen viel haben und doch unglücklich, depressiv und einsam sein können.

Und ja, ich erlebe in meinem Garten Momente des Glücks. Und ich freue mich auch an schönen Dingen. Es geht gewiss nicht darum, auf das zu verzichten, was uns erfreut. Im Gegenteil…

Achtsamkeit geht einen anderen Weg. Es geht darum, das Glück, das immer auch da ist, ganz bewusst und mit voller Aufmerksamkeit zu bemerken. Nur wenn wir innehalten und im Augenblick ankommen, können wir wirklich glücklich sein. Dies zu be-achten ist heilsam und beglückend.

Es geht um das Glück das darin liegt, lebendig zu sein.
Darum, dass wir atmen und gehen, dass wir den Flug eines Vogels beobachten, den Geschmack einer Kirsche schmecken und das Fell einer Katze streicheln oder einem Kind dabei helfen, die Schuhe anzuziehen. Dass wir Luft auf der Haut spüren und uns von der Freude eines anderen anstecken lassen. Alles das ist da, weil wir Menschen sind und Glück empfinden können, wenn wir uns nicht ständig davon verführen lassen zu glauben, dass alles noch besser wäre, wenn wir doch nur dieses oder jenes hätten oder wenn wir doch nur dieses oder jenes nicht hätten …

Glück im Augenblick bedeutet, sich zu erfreuen, ohne besitzen oder festhalten zu müssen. Solange wir festhalten bemerken wir nicht, dass auch der kommende Moment bereits ein glücklicher ist, der auch nur darauf wartet, be-achtet zu sein.

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