Glück

Glück im Augenblick

Es zeigt sich nun also mehr und mehr, dass all das „haben müssen und haben können“ zwei Seiten hat, dass Konsum uns abhängig und unglücklich machen kann, dass wir kaum nehmen können, ohne auch etwas wegzunehmen und dass Menschen viel haben und doch unglücklich, depressiv und einsam sein können.

Auf dem Weg der Achtsamkeit geht es gewiss nicht darum, auf alles zu verzichten, was uns erfreut. Im Gegenteil…
Es geht darum, das Glück, das immer auch da ist, ganz bewusst und mit voller Aufmerksamkeit zu bemerken. Nur wenn wir innehalten und im Augenblick ankommen, können wir wirklich glücklich sein. Dies zu be-achten ist heilsam und beglückend.

Es geht um das Glück das darin liegt, lebendig zu sein.
Darum, dass wir atmen und gehen, dass wir den Flug eines Vogels beobachten, den Geschmack einer Kirsche schmecken und das Fell einer Katze streicheln oder einem Kind dabei helfen, die Schuhe anzuziehen. Dass wir Luft auf der Haut spüren und uns von der Freude eines anderen anstecken lassen. Dass es möglich ist, einem anderen mitfühlnd zuzuhören. Alles das ist da, weil wir Menschen sind und Glück empfinden können, wenn wir uns nicht ständig davon verführen lassen zu glauben, dass alles noch besser wäre, wenn wir doch nur dieses oder jenes hätten oder wenn wir doch nur dieses oder jenes nicht hätten …

Glück im Augenblick bedeutet, sich zu erfreuen, ohne besitzen oder festhalten zu müssen. Solange wir festhalten bemerken wir nicht, dass auch der kommende Moment bereits ein glücklicher sein kann, der auch nur darauf wartet, ganz gelebt zu sein.

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