Achtsamkeit im Alltag
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Innere Wetterlage

Einmal wieder war es gestern ein Kind, das meine Achtsamkeitsglocke angeschlagen und mir gezeigt hat: so oft sehen wir nur einen Ausschnitt der Wahrheit, so oft urteilen wir und kennen doch nur ein winziges Teil vom großen Puzzle.

Innerlich fluchend schleppt ich meine Einkäufe über einen matschigen Parkplatz zum Auto. Nasskalt war es, es nieselte, die graue Wolkendecke hing tief. Während ich noch fröstelnd damit beschäftigt war meinen Kram zu verstauen, tauchten hinter mir Kinderstimmen auf und plötzlich hörte ich den jubelnden Aufschrei eines Mädchens: „Schaut mal – eine Pfütze!“

Und da standen sie dann zu viert um eine Riesenpfütze mit einer Freude und einer Begeisterung, als wäre ihnen gerade ein Wunder über den Weg gelaufen.

Und ich stand da und fragte mich, wann ich mich eigentlich zum letzten Mal so über eine Pfütze gefreut habe. Und wer eigentlich darüber bestimmt, was ich sehe und was meine Stimmung oder meine innere Wetterlage beeinflusst.

Einmal wieder zeigt sich: das Wetter da draußen kann ich nicht verändern. Meine innere Ausrichtung hin zur Freude, zur Begeisterung und zur Schönheit (welche Schönheit ist doch in einer Regenpfütze!) schon. Das äußere Wetter verändert sich dadurch nicht. Meine innere Wetterlage aber ist nicht abhängig von Nieselregen, Kälte oder Matsch.

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