Achtsamkeit

Meditation

Jenseits der Höhen und Tiefen, die wir durchleben, gibt es in uns einen Ort, an dem wir uns jederzeit niederlassen können. An diesem Ort verbinden wir uns immer wieder neu mit Stille, Präsenz, Offenheit, Freundlichkeit und Mitgefühl. Meditation heißt, sich um diesen Weg nach innen zu kümmern und ihn immer wieder frei zu räumen.

Achtsamkeitsmeditation ist keine Phantasiereise und keine Entspannungsübung. Vielmehr geht es darum, wach zu sein für unsere Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen. Während der Achtsamkeitsmeditation sind wir „ganz da“  und üben uns darin, nicht wertend und absichtslos im Hier und Jetzt zu verweilen. Dies kann zu Entspannung, Friedlichkeit und einem Gefühl von Verbundenheit oder auch innerer Klarheit führen. Es gibt aber kein „so muss es sein“.

Achtsamkeitsmeditation üben wir im Sitzen auf einem Stuhl oder einem Kissen am Boden, im Liegen oder Gehen. Dabei geht es in jedem Moment darum, freundlich und sanft mit uns umzugehen und nichts zu erzwingen. Alles kann wachsen und entstehen, wenn wir dazu bereit sind.

Eine Übung:

Sitze einfach nur da, auf einem Stuhl oder einem Kissen am Boden.
Versuche so zu sitzen, dass dein Atem gut fließen kann – aufrecht, aber bequem.
Wenn es dir angenehm ist, kannst du deine Hände auf den Herzraum oder den Bauch legen.
Lass zu, dass sich die Augen schließen.

Nimm einen oder zwei etwas tiefere Atemzüge.
Und richte deine Aufmerksamkeit dann auf den natürlichen Atem.
Nimm wahr, wie der Atem fließt. Du musst nichts tun und nichts verändern.

Einfach nur den Atem beobachten.

Diesen Atemzug… und diesen… und diesen…

Und wenn Gedanken aufkommen, dann ist das völlig normal – es zeigt, dass du ein menschliches Gehirn hast. Unsere Gedanken wandern eben gerne.
Bemerke einfach, dass die Gedanken wandern – und kehre mit einer sanften inneren Bewegung zur Empfindung des Atems zurück.

Sitze so für einige Minuten und kehre dann in deinem Tempo zum Alltag zurück.