Texte und Inspirationen

Meditation

Jenseits der äußeren Gegebenheiten die unser Leben so oft bestimmen, gibt es in uns einen Ort, an dem wir uns jederzeit niederlassen können. An diesem Ort verbinden wir uns immer wieder neu mit Stille, Präsenz, Offenheit, Freundlichkeit und Mitgefühl. Meditation heißt, sich um diesen Weg nach innen zu kümmern, ihn immer wieder frei zu räumen. Von dort aus sind wir verbunden, sicher und einverstanden – können zu Kraft und mehr Klarheit  finden und zugleich gut für uns sorgen. Von dort aus können wir auch bewusster entscheiden, wie wir mit uns umgehen und was wir in die Welt bringen wollen – in der Begegnung mit uns selbst, mit Erwachsenen und Kindern, Tieren, Pflanzen und allem, was da ist.

Achtsamkeitsmeditation ist keine Phantasiereise und keine Entspannungsübung. Vielmehr geht es darum, wach zu sein für unsere Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen. Während der Meditation sind wir „ganz da“ . Dies kann zu Entspannung, Friedlichkeit und einem Gefühl von Verbundenhit oder auch innerer Klarheit führen. Es gibt aber kein „so muss es sein“.

Eine Übung:

Sitze einfach nur da, auf einem Stuhl oder einem Kissen am Boden.
Versuche so zu sitzen, dass dein Atem gut fließen kann – aufrecht, aber bequem.
Wenn es dir angenehm ist, kannst du deine Hände auf den Herzraum oder den Bauch legen.
Lass zu, dass sich die Augen schließen.

Nimm einen oder zwei etwas tiefere Atemzüge.
Und richte deine Aufmerksamkeit dann auf den natürlichen Atem.
Nimm wahr, wie der Atem fließt. Du musst nichts tun und nichts verändern.

Einfach nur den Atem beobachten.

Diesen Atemzug… und diesen… und diesen…

Und wenn Gedanken aufkommen, dann ist das völlig normal – es zeigt nur, dass du ein menschliches Gehirn hast. Unsere Gedanken wandern eben gerne.
Bemerke einfach, dass die Gedanken wandern – und kehre mit einer sanften inneren Bewegung zur Empfindung des Atems zurück.

Sitze so für drei Minuten und kehre dann in deinem Tempo zu deinm Alltag zurück.