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Meditation

Meditation ist Zeit, mit der wir uns selbst beschenken. Es ist als würden wir uns in uns selbst niederlassen. Wir gehen mit der Wahrnehmung nach innen und nehmen Gedanken und Empfindungen wahr, wohlwollend, fragend und ganz präsent. In dieser Zeit können wir einfach sitzen und bemerken, wie Gedanken, Gefühle und Empfindungen auftauchen und wie sie weiterziehen. Es geht in der Achtsamkeitsmeditation nicht darum, etwas zu erreichen, auch nicht zu entspannen. Wir sind einfach da und schließen mit wachem, offenem Geist alles ins Gewahrsein ein, was sich zeigt – ohne daran festzuhalten und ohne zu urteilen. Unser Atem, der stetig kommt und geht, unterstützt uns dabei, wach und präsent zu werden. Wenn wir bemerken, dass wir abschweifen oder festhalten, kommen wir mit einer sanften inneren Bewegung zur Wahrnehmung des Atems zurück. Einfach so.

Alles weitere ist ein Weg der Erfahrung, auf dem wir uns ganz im eigenen Tempo vorantasten dürfen. Wenn wir in Stille sitzen, steigen manchmal auch Fragen auf, oder Lösungen. Es gibt Zustände von Langeweile oder die Frage „was mache ich hier eigentlich“. Wir unterdücken nichts und halten nichts fest, sondern richten uns immer wieder zur Achtsamkeit hin aus – Augenblick für Augenblick, immer wieder und immer wieder neu.

Meditation macht nicht, dass Stress, Leid und Ängste einfach vergehen. Sie kann uns aber helfen, eine andere Haltung zu den Schwierigkeiten einzunehmen, auf die wir im Leben immer wieder stoßen.
Dies ist ist würden wir einen Akzent setzten, der die Dinge neu sortiert.
(j.g.)

 

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