Glück

Sich zuwenden

Achtsamkeit ist nicht als Programm gedacht und Meditation kein Mittel zum Zweck. Vielmehr sind wir eingeladen, Erfahrungen mit dem Sein im gegenwärtigen Augenblick zu machen und dabei mehr und mehr Raum für Mitgefühl, Verbundenheit, Vertrauen und Glück entstehen zu lassen. Je weniger wir uns und die Dinge dabei unter Druck setzen, desto selbstverständlicher und harmonischer kann sich alles entwickeln.

So wie unser wundersamer Atem fließt, auch wenn wir ihn nicht bewusst bemerken, so sind auch Achtsamkeit und Mitgefühl da – auch wenn uns das nicht immer bewusst ist. Achtsamkeit und Mitgefühl sind so natürlich in uns angelegt, wie der Samen einer Sonnenblume, der im Boden liegt. Wir müssen die Blume nicht machen, wir können ihr Wachsen nicht erzwingen und auch die Sonnenblume wächst nicht schneller, wenn wir an ihr ziehen.

Was sich auswirkt ist allein die die freundliche Aufmerksamkeit, mit der wir uns zuwenden: dem Atem, unserer Wahrnehmung, einem Kind, einer Blume. Im Moment der freundlichen Zuwendung erfahren wir, was von uns als Mensch gebraucht wird und was wir jetzt, in dieser Situation, schlicht und einfach tun können.
Der Blume Wasser bringen,
ein Kind tösten,
uns selbst zugestehen, dass wir noch Zeit brauchen.
Etwas sein lassen.
Es ist nicht kompliziert, es ist schlicht.

Foto: FotoRieth/Pixabay