Alle Artikel mit dem Schlagwort: Gemeinschaft

Jugendliche

Immer wieder im Leben machen Menschen schwierige oder schmerzliche Erfahrungen, immer wieder wissen wir nicht, warum diese Situation jetzt da ist. Wir fühlen nur die Schwierigkeiten und den Schmerz und verstehen nicht, was eigentlich passiert. Erst im Laufe des Lebens oder im Rückblick sehen wir manchmal ein, dass uns schmerzliche Erfahrungen zu einem tieferen Verständnis geführt haben. Es ist wohl so, dass uns jede schmerzliche Situation innerlich weiten  und uns helfen kann, Mitgefühl, innere Klarheit und Freundlichkeit mit uns selbst und anderen zu entwickeln – wenn wir gelernt haben, sie in den Raum von achtsamem Gewahrsein zu stellen. Im Zusammenleben mit Jugendlichen und jungen Menschen beobachte ich gerade, wie schwer es in diesem Alter sein kann, über den eigenen Schmerz hinauszuschauen und zu erkennen, dass alle Menschen verwundbar sind und dass es im Leben mehr gibt als die eigene schmerzliche Erfahrung. In diesem Alter sind sie noch so sehr mit sich selbst beschäftigt, manchmal wie  Raupen zurückgezogen in ihrem Kokon,  manchmal wie in einer Austernschale, die sich blitzschnell verschließen kann. Wie wichtig ist es doch …

Fehler machen

Auf der Welt und lebendig zu sein heißt, zu lernen und zu wachsen. Lernen und Wachsen aber ist mit Irrwegen und Fehlern verbunden. Wir alle machen Fehler, weil unsere Erfahrungen oder unser Wissen noch nicht ausreichen, um anders mit einer Situation umzugehen. Manchmal geht es auch an einem bestimmten Punkt nicht weiter, wir halten an Urteilen und Vorstellungen fest oder es fehlt an der Möglichkeit, die ganze Situation zu überschauen. Eine alte Geschichte erzählt von fünf blinden Gelehrten, die von ihrem König beauftragt wurden herauszufinden, was ein Elefant ist. Die fünf wurden also zu einem Elefanten geführt und jeder von ihnen ertastete einen Teil des Tieres. Zurück beim König wurden sie befragt und jeder der Gelehrten war überzeugt davon, die Wahrheit herausgefunden zu haben. Der Erste hatte das Ohr des Tieres ertastet und begann: „Der Elefant ist wie ein großer Fächer“. Der Zweite hatte den Rüssel berührt, und widersprach: „Nein, er ist ein langer Arm.“ Der Dritte hatte den Schwanz des Elefanten ergriffen und war überzeugt: „Ein Elefant ist ein Seil mit Haaren am Ende!“. …