Alle Artikel mit dem Schlagwort: hier und jetzt

Angst – das scheue Tier

In dem wunderbaren Jugendbuch „Ein Dorf am Meer“* der amerikanischen Schriftstellerin Paula Fox stoße ich auf einen kleinen Text über die Angst: „Ich stelle mir vor, dass ein scheues Tier in mir ist“, sagt da ein Vater zu seiner Tochter. Und er erklärt ihr weiter: „Wenn es Angst hat, spüre ich es zittern. Es kann nicht hören. Es kennt nur die Angst, die es empfindet. Es hat weder Gedächtnis noch eine Vorstellung von der Zukunft. Es lebt in der Gegenwart – im Hier und Jetzt – und ich versuche mir einzureden, dass es nur ein Teil von mir ist, ein kleines ängstliches Ding, das ich bedauern kann. Wenn mir das gelingt, geschieht etwas. Das Tier hat dann nicht mehr so viel Angst.“ Ja, denke ich mir, da ist Paula Fox tief eingetaucht, um das Wesen der Angst zu erforschen. Angst – dieses scheue Tier – kennt nur die Angst. Und es kennt nur die Angst vor der Angst und erzittert vor der eigenen Angst. Es kennt keinen Ausweg. Aber: es kennt das Hier und Jetzt. …

Jon Kabat Zinn: Präsenz

„Präsent sein ist alles andere als eine Kleinigkeit. Es ist vielleicht die schwerste Arbeit der Welt. Ach, vergessen Sie ruhig das „vielleicht“. Es ist die schwerste Arbeit der Welt – zumindest das Aufrechterhalten der Präsenz. Und die wichtigste Arbeit. Wenn sie zur Präsenz gelangen – und gesunde Kinder leben die meiste Zeit in der Landschaft der Präsenz – dann wissen Sie es augenblicklich, dann fühlen Sie sich sofort zu Hause. Und da sie zu Hause sind, können Sie sich entspannen, können Sie loslassen, können Sie in Ihrem Sein ruhen, in Gewahrsein, in der Präsenz selbst, in Ihrer eigenen guten Gesellschaft.“ Jon Kabat Zinn „Zur Besinnung kommen“ Foto: Pixabay/Zichrini

Leitsterne für Eltern

Es gibt in dieser Zeit und in unserem Leben als Eltern immer wieder innere und äußere Einflüsse, die uns von Achtsamkeit entfernen, die uns verwirren oder entmutigen und die dazu führen, dass wir uns selbst beschuldigen und das Gefühl haben, als Eltern niemals gut genug zu sein. Auf dem Weg Eltern zu sein lernen wir aber mit der Zeit, dass es in keinem Augenblick darum geht, perfekt zu sein und die „einzig richtige Entscheidung zu treffen“. Was unsere Kinder vielmehr beeinflußt ist die Summe vieler kleiner Entscheidungen, die wir ununterbrochen mehr oder weniger unbewußt treffen. Kinder werden auch beeinflußt von der grundlegenden Stimmung oder Haltung in ihrer Familie, zum Beispiel davon ob es viel Stress gibt, ob sich die Eltern nach Konflikten wieder annähern, wie über andere Menschen gesprochen wird, welcher Umgang mit Geld vorherrscht, welche Situationen Angst oder Sorge hervorrufen und für was wir uns engagieren. Als Eltern mussen wir auch akzeptieren, dass Kinder manchmal etwas mit auf die Welt bringen, das wir nicht kennen und das uns fremd ist. Wenn beispielsweise ein sehr …

Auch das geht vorbei….

Es gibt diese Tage im Leben mit Kindern, da ist alles gut. Wir fühlen uns offen und verbunden, die Kinder spielen friedlich und unsere Aufgaben erledigen sich mit Leichtigkeit. Wir begegnen Missgeschicken mit Humor, und überhaupt scheint die Sonne und die Welt erstrahlt in Himmelblau. Und es gibt diese Tage und Nächte, die nicht so sind….

Nur ein Schritt

Wende dich in Stille dem Fluss zu der stetig fliesst zwischen dir und dem anderen.. Wenn wir nur einen Schritt davon zurücktreten andere zu belehren und zu verbessern können wir erkennen was schon da ist und was aus sich selbst heraus entstehen will. Es ist nur ein einziger kleiner Schritt. (j.g.)