Alle Artikel mit dem Schlagwort: Stille

Gelesenes: Erling Kagge „Stille“

„Die Stille um dich herum kann vieles enthalten, aber für mich ist die interessanteste Stille diejenige, die in mir ist. Eine Stille, die ich in gewisser Weise selbst schaffe. Daher suche ich nicht mehr nach der Stille um ich herum. Die Stille, auf die ich aus bin, ist die Stille in mir.“ In unserer lauten Welt sehnen wir uns nach Stille. Ist die Stille aber da, halten wir sie oft nicht aus, werden unruhig, lenken uns ab. Der norwegische Autor und Abenteurer Erling Kagge hat sich auf den Weg gemacht, die Stille zu suchen – und aus dieser Suche ist nun ein kluges und inspirierendes Buch geworden, das ich euch sehr empfehle. Einen Wegweiser, wie im Untertitel versprochen, einen Ratgeber also wie man Stille findet, sollte man nicht erwarten. Vielmehr lotet Erling Kagge in 33 Abschnitten seine eigenen Erfahrungen mit Stille aus – und als LeserInnen dürfen wir uns vertrauensvoll auf diesen Wegen führen lassen. Es sind Erinnerungen und Fragen, Gespräche, philosophisches und allgemein menschliches, er unternimmt Wege zur Wissenschaft, zur Literatur, Kunst und Musik, …

Das Herz für unser Kind öffnen

Mit unseren Kindern im herzlichen Kontakt zu sein, unser Herz für ein Kind zu öffnen… es klingt so selbstverständlich, und kann doch so schwierig sein. Gerade dann, wenn der Stresspegel mal wieder steigt, wenn unsere Kinder mal wieder ganz und gar nicht so sind oder so reagieren, wie wir uns das wünschen, kann unser Herz eng werden oder sich ganz verschließen. Sehr oft verhalten auch wir uns dann auf eine Weise, die dem Wunschbild, das wir von uns als Eltern haben, nicht entspricht. Wenn unser Herz eng wird oder verschossen, verlieren wir nicht nur die Geduld und das Wohlwollen mit unseren Kindern, wir verlieren auch die Geduld und die Freundlichkeit mit uns selbst. Schnell kann es passieren, dass wir in einen unheilvollen Strudel aus Vorwürfen, Schuldzuweisen, neuem Ärger und weiterer Wut geraten. Zusätzlich zu den oft schwierigen Bedingungen, unter denen wir in der heutigen Zeit Eltern sind, beschweren wir auf diese Weise unser Zusammensein mit Kindern durch belastende Gedanken. Unser Herz kann sich öffnen, wenn wir unseren Kopf von Urteilen und Wunschvorstellungen befreien. Wir müssen …

Frieden wahrnehmen

Eltern zu sein und mit Kindern zu wachsen eröffnet uns eine große und umfassende Möglichkeit, Frieden in die Welt, in Familien, Gemeinschaften und in uns selbst zu bringen. Die ungarische Kinderärztin Emmi Pikler hat dazu einmal gesagt: „Friedenserziehung beginnt auf dem Wickeltisch“. Was sie damit meinte war, dass bereits die Art und Weise, wie wir ein kleines Kind wickeln und pflegen, wie wir es berühren, anziehen und betrachten den Samen des Friedens in ein Kind legen kann. Im Sinne der Achtsamkeit aber geht dieser Ansatz viel weiter: Könnte nicht jeder Moment unseres Lebens, jeder Schritt den wir gehen und jedes Wort das wir aussprechen von Frieden und Freundlichkeit geprägt sein?