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Das Herz für unser Kind öffnen

Mit unseren Kindern im herzlichen Kontakt zu sein, unser Herz für ein Kind zu öffnen… es klingt so selbstverständlich, und kann doch so schwierig sein. Gerade dann, wenn der Stresspegel mal wieder steigt, wenn unsere Kinder mal wieder ganz und gar nicht so sind oder so reagieren, wie wir uns das wünschen, kann unser Herz eng werden oder sich ganz verschließen. Sehr oft verhalten auch wir uns dann auf eine Weise, die dem Wunschbild, das wir von uns als Eltern haben, nicht entspricht. Wenn unser Herz eng wird oder verschossen, verlieren wir nicht nur die Geduld und das Wohlwollen mit unseren Kindern, wir verlieren auch die Geduld und die Freundlichkeit mit uns selbst. Schnell kann es passieren, dass wir in einen unheilvollen Strudel aus Vorwürfen, Schuldzuweisen, neuem Ärger und weiterer Wut geraten. Zusätzlich zu den oft schwierigen Bedingungen, unter denen wir in der heutigen Zeit Eltern sind, beschweren wir auf diese Weise unser Zusammensein mit Kindern durch belastende Gedanken. Unser Herz kann sich öffnen, wenn wir unseren Kopf von Urteilen und Wunschvorstellungen befreien. Wir müssen …

Sich zuwenden

In diesen Wochen, in denen wir wieder auf die längste Nacht im Jahr zugehen, werden auf erstaunliche Weise all jene Dinge so sichtbar, die unserer Zuwendung bedürfen.  Das „zu viel von“ und das „zu wenig von“ zeigt sich, unsere Vorstellungen davon, wie die Dinge sein sollten und unser Widerstand gegen die Dinge, die wir anders haben wollen, als sie sind. Üblicherweise schrecken wir zurück. Üblicherweise lehnen wir die Erfahrung von Stress, Kummer und Sorgen ab. Üblicherweise wenden wir uns reflexartig ab, geben anderen oder uns selbst Schuld. Üblicherweise glauben wir, wir selbst und unsere Erfahrung, die anderen, die Dinge, sollten anders sein, als sie sind. Achtsamkeit lehrt uns die Kunst, uns mit freundlicher Aufmerksamkeit zuzuwenden. Jenen Momenten, die schön und harmonisch sind, und auch jenen, die nicht schön sind, in denen wir es gerade schwer haben. Wir begegnen dem Stress, so gefangen im eigenen Stress. Dem Kummer, ganz grau vom Kummer über sich selbst. Der Trauer, so endlos traurig über die eigene Traurigkeit. Sie alle brauchen es so sehr, dass sich ein Teil von uns …

Auch das geht vorbei….

Es gibt diese Tage im Leben mit Kindern, da ist alles gut. Wir fühlen uns offen und verbunden, die Kinder spielen friedlich und unsere Aufgaben erledigen sich mit Leichtigkeit. Wir begegnen Missgeschicken mit Humor, und überhaupt scheint die Sonne und die Welt erstrahlt in Himmelblau. Und es gibt diese Tage und Nächte, die nicht so sind….

Beschämungen

Viele Erwachsene in unserer westlichen Kultur tragen in sich den einen sehnlichen Wunsch, von den eigenen Eltern angenommen und geliebt zu sein – so wie sie sind. Von den eigenen Eltern nicht so angenommen und geliebt zu sein wie wir sind, hinterlässt eine Leere in unser aller Leben. Viele Süchte, viele Abhängigkeiten, viele Verknotungen und zerstörerische Verhaltensweisen entstehen aus dem Wunsch, diese Leere zu füllen oder sie nicht mehr spüren zu müssen.

Eltern im Stress

Jedes Kind kennt den Ton der Feuerwehr, die in höchstem Tempo zu einem Einsatz durch die Straßen rast. Und auch wir wissen, wenn wir im Auto unterwegs sind, was zu tun ist: möglichst schnell zu Seite fahren und der Feuerwehr Platz machen, denn Rettungsfahrzeuge haben Vorfahrt und ihr Durchkommen hat allerhöchste Priorität. Sehr ähnliche Vorgänge finden, soweit wir dies heute wissenschaftlich erforschen können, in unserem Gehirn statt, wenn wir (Erwachsene oder Kinder) unter akuten Stress geraten. Ein kleiner Teil in unserem Gehirn, die Amygdala, dient sozusagen als Alarmglocke. Wenn sie anspringt, rasen die Feuerwehrautos durch unser System und reagieren,  als wäre unser Leben in Gefahr. Sie zwingen uns zu Schutzreaktionen, zu Angriff, Flucht oder dazu, in Deckung zu gehen. Mitgefühl, Freundlichkeit, erst einmal nachdenken bevor wir handeln, Kreativität, Lernen, Spielfreude oder die Fähigkeit sich in andere hineinzuversetzen, müssen zur Seite treten. Unser Leben zu schützen oder zu verteidigen ist wichtiger als alles, was uns in Verbindung bringt – darauf ist unser Gehirn seit Urzeiten trainiert.