Texte und Inspirationen

Und was ist eigentlich Meditation?

Jenseits der äußeren Gegebenheiten die unser Leben so oft bestimmen, gibt es in uns einen Ort, an dem wir uns jederzeit niederlassen können. An diesem Ort verbinden wir uns immer wieder neu mit Stille, Präsenz, Offenheit, Friedfertigkeit, Achtsamkeit und Mitgefühl. Achtsamkeit öffnet den Weg zu diesem Ort – Medititation heißt, sich um diesen Weg zu kümmern, ihn frei zu räumen und ihn offen zu halten. Von dort aus sind wir verbunden, sicher und einverstanden – und können zugleich gut für uns sorgen und bewusster entscheiden, wie wir mit uns umgehen und was wir in die Welt bringen wollen – in der Begegnung mit uns selbst, mit Erwachsenen und Kindern, Tieren, Pflanzen und allem, was ist.

Achtsamkeitsmeditation ist keine Phantasiereise und keine Entspannungsübung. Vielmehr geht es darum, wach zu sein für unsere Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen. Während der Meditation sind wir „ganz da“ . Dies kann zu Entspannung, Friedlichkeit und einem Gefühl von Leichtigkeit oder auch innerer Klarheit führen. Es gibt aber kein „so muss es sein“.

Und manchmal ist Meditation auch zum Einschlafen. :-) Und das ist dann in Ordnung und darf auch sein. Wenn wir so müde sind, dass wir beim meditieren einschlafen, dann brauchen wir eben Schlaf. Mit der Übung, nach und nach, wächst die Erfahrung und auch die innere Stabilität.

Eine Achtsamkeitsmeditation:

Sitze einfach nur da, auf einem Stuhl oder einem Kissen am Boden.
Versuche so zu sitzen, dass dein Atem gut fließen kann – aufrecht, aber bequem.
Wenn es dir angenehm ist, kannst du deine Hände auf den Herzraum oder den Bauch legen.
Lass zu, dass sich die Augen schließen.

Nimm einen oder zwei etwas tiefere Atemzüge.
Und richte deine Aufmerksamkeit dann auf den natürlichen Atem.
Nimm wahr, wie der Atem fließt. Du musst nichts tun und nichts verändern.

Einfach nur den Atem beobachten.

Und wenn Gedanken aufkommen, dann ist das völlig normal – es zeigt, dass du ein menschliches Gehirn hast. ;-) Unsere Gedanken wandern eben gerne.
Bemerke einfach, dass die Gedanken wandern – und kehre mit einer sanften inneren Bewegung zur Empfindung des Atems zurück.

Sitze so für drei Minuten.

Du kannst diese Übung immer dann machen, wenn du dich gestresst oder unruhig fühlst oder einfach eine Pause brauchst. Sie kann dir auch helfen, leichter einzuschlafen.

Foto: pixabay/Pexels