Erfahrungen

Widerstände

Stressfreier zu leben, mehr im Einklang mit sich selbst, auch freudiger: es ist möglich wenn wir bereit sind, mit der Veränderung zu sein und anzuerkennen, dass sich alles ununterbrochen wandelt.

Die Praxis der Achtsamkeit hat mir in den letzten Jahren gezeigt, dass der Weg der Veränderung ein Prozess sein kann, der von innen heraus entsteht. Zunächst – manchmal langsam, manchmal sehr schnell – entsteht im Inneren eine Bereitschaft oder auch eine Kraft, mit dem zu sein, was die Veränderung mit sich bringt. Es entsteht auch ein inneres Einverständnis mit den Folgen der Veränderung – bevor die Folgen auch im Außen sichtbar werden können.

Allerdings entfalten sich Veränderungen nicht immer harmonisch von innen heraus. Schmerzhaft und schwierig wird es, wenn uns Lebenskrisen oder Krankheiten dazu zwingen, innere Haltungen, Überzeugungen oder Gewohnheiten zu verändern, obwohl wir dazu innerlich nicht bereit sind. Was dann schmerzt ist der Widerstand, den wir Veränderungen entgegen setzen, auch der Zweifel daran, dass wir dort aufgehoben sind, wo uns die Krise hin führt.

Mit diesen Widerständen und Zweifeln haben alle Menschen zu tun, auch wenn wir sie uns oft nicht bewusst machen. Sie gehören zu unserer menschlichen Natur.

Auf dem Weg der Achtsamkeit lernen wir, bewusster mit Widerständen und Zweifeln umzugehen und anzuerkennen, dass Veränderungen ununterbrochen geschehen: in uns und um uns herum. Unsere Gedanken, unsere Gefühle, unser Körper und alles was wir wahrnehmen, verändert sich ununterbrochen. Und es gibt einen Zusammenhang zwischen der Veränderung in uns und der Veränderung um uns herum.

Wenn wir ein Verständnis dafür entwickeln, dass sich auch Widerstände und Zweifel in ihrer Zeit und in ihrem Tempo verändern, entsteht ein Fließen. Alles kommt dann ins Fließen, auch Stress und Schmerzen. Wir müssen uns nicht in die Wellen stürzen oder die Dinge mit Macht erzwingen. Am Fluss zu stehen und ihn zu beobachten wirkt sich bereits aus.

Foto: Aron G/Pixabay

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